Vor Lokal randaliert

#0889
Gestern Abend randalierte ein Mann vor einem Lokal in Heinersdorf und leistete anschließend Widerstand. Gegen 20 Uhr randalierte der 43-Jährige vor dem Lokal in der Romain-Rolland-Straße und schien kurzzeitig bewusstlos. Alarmierte Rettungskräfte sprachen den Mann an, woraufhin dieser aufsprang, um sich schrie und ein auf dem Gehweg stehendes Fahrrad auf einen Mitarbeiter der Feuerwehr warf, der auswich und glücklicherweise nicht verletzt wurde. Gegenüber den alarmierten Polizisten leistete er massiven Widerstand, indem er mit Fäusten um sich schlug. Das gegen ihn eingesetzte Pfefferspray zeigte keinerlei Wirkung. Eine Beamtin drängte er in ein Gebüsch, wo sie sich leicht verletzte. Bei der Durchsuchung des 43-Jährigen fanden die Beamten diverse Betäubungsmittel. Nachdem er von den Rettungskräften ambulant versorgt wurde, kam er zur stationären Behandlung in eine Klinik. Die Polizeibeamtin konnte ihren Dienst fortsetzen.

Quelle: Polizei Berlin
Polizeimeldung vom 23.04.2018

Steinwürfe auf Einsatzwagen

#0890
In den gestrigen Abendstunden warfen Unbekannte Steine auf einen Einsatzwagen in Friedrichshain. Kurz vor 22 Uhr warfen die Unbekannten mehrere Steine an der Kreuzung Rigaer/Zellestraße auf den Gruppenwagen einer Einsatzhundertschaft. Die Beamten wurden nicht verletzt und fanden mehrere Kleinpflastersteine auf der Fahrbahn. Das Einsatzfahrzeug wies Beschädigungen am Dach auf. Der Polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen.

Quelle: Polizei Berlin
Polizeimeldung vom 23.04.2018

Jobcenter mit Farbe beschädigt

#0891
Unbekannte beschädigten in der vergangenen Nacht das Jobcenter in Kreuzberg. Mitarbeiter des Zentralen Objektschutzes stellten die Beschädigung, die vermutlich durch den Wurf von Farbflaschen entstand, kurz vor 2 Uhr an der Fassade in der Rudi-Dutschke-Straße fest. Der Polizeiliche Staatsschutz übernahm die Ermittlungen.

Quelle: Polizei Berlin
Polizeimeldung vom 23.04.2018

Streit endet mit zwei Verletzten

#0892
Noch unklar ist die Ursache eines Streits gestern Abend in Weißensee, der im weiteren Verlauf mit einer körperlichen Auseinandersetzung endete. Nach den bisherigen Erkenntnissen befuhr ein 47-jähriger Radfahrer gegen 19 Uhr den Gehweg der Berliner Allee Ecke Rennbahnstraße. Zeugenaussagen zufolge soll aus einem dort befindlichen Lokal ein Mann dicht an den Radler herangetreten sein, so dass dieser fast stürzte. Anschließend entwickelte sich ein Wortgefecht, wobei ein weiterer Lokalgast hinzukam. Dieser soll dem Zweiradfahrer ins Gesicht geschlagen haben. Im weiteren Verlauf brachte er den 47-Jährigen zu Fall und trat ihm gegen den Kopf. Als ein 31-jähriger Bekannter des Geschlagenen eingreifen wollte, wurde auch er von dem Mann zu Boden geschubst und gegen den Kopf getreten. Eine in der Nähe befindliche Besatzung eines Einsatzwagens konnte die Männer trennen. Der 33-jährige Angreifer durfte nach einer Identitätsfeststellung seinen Weg fortsetzen. Alarmierte
Rettungskräfte brachten den Radler und seinen Bekannten mit Verletzungen am Kopf zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus. Ein Fachkommissariat der Polizeidirektion 1 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Quelle: Polizei Berlin
Polizeimeldung vom 23.04.2018

Stadtweite Verkehrsüberwachung zur Bekämpfung von Radfahrunfällen – Polizei zieht Bilanz

#0893
Vom 9. bis zum 20. April 2018 hat die Polizei Berlin im Rahmen einer Schwerpunktaktion im gesamten Stadtgebiet gezielte Kontrollen zum Schutz von Radfahrenden an verkehrsreichen und unfallbelasteten Kreuzungen und Einmündungen durchgeführt. Wie in den vergangenen Jahren galt der Schwerpunkt der Verkehrsüberwachung den rechtsabbiegenden Kraftfahrzeugführenden gegenüber den geradeaus fahrenden Radfahrenden. Viel zu häufig muss tagtäglich beobachtet werden, wie unaufmerksame Kraftfahrende ihrer Rückschaupflicht nur ungenügend nachkommen und deshalb den Vorrang der Radfahrenden missachten. Im vergangenen Jahr hatten sich in Berlin 874 solcher Rechtsabbiegeunfälle ereignet, dabei wurden vier Radfahrende getötet, 53 schwer- und 657 leicht verletzt.
In der ersten Aktionswoche stand die präventive Sensibilisierung und Aufklärung der Verkehrsteilnehmenden im Vordergrund.
Unter Einbeziehung der Verkehrssicherheitsberatenden der Polizeiabschnitte wurden zum Teil an eigenen Infoständen intensive Informationsgespräche geführt, Flyer mit Rechts- und Verhaltenshinweisen verteilt, mit ausgelegten Planen oder Sprühkreide auf der Fahrbahn in anschaulicher Weise die besonderen Gefahren des so genannten Toten Winkels aufgezeigt und in Lkw die Spiegeleinstellungen und die freie Sicht durch die Fahrzeugfenster nach außen überprüft. Auch Fahrradcodierungen sind im Verlauf dieser Einsätze angeboten worden und an real verunfallten Fahrradwracks wurde die Verletzlichkeit dieses „schwachen“ Verkehrsmittels demonstriert. Auch die so genannten „Dooring-Unfälle“ durch unachtsames Öffnen von Fahrzeugtüren sind mit geeigneten Informationsmaterialien thematisiert worden. Insgesamt wurden 132 solcher Präventionseinsätze durchgeführt. In der zweiten Woche folgten dann überwiegend an denselben Örtlichkeiten gezielte Verkehrskontrollen zur Ahndung
der typischen Fehlverhaltensweisen in Kreuzungsbereichen. Insgesamt wurden dabei 2.505 Kraftfahrende nach einem Fehlverhalten angehalten. In 1.913 Fällen waren die Verstöße so eindeutig oder gravierend, dass Verkehrsordnungswidrigkeitenanzeigen gefertigt werden mussten. Neben 418 Abbiegeverstößen und 179 Rotlichtmissachtungen wurden auch verbotene Handynutzung, Missachtung der Gurtpflicht, Nichtbetätigen des Blinkers und weitere Verstöße angezeigt. Selbstverständlich wurden aber auch die Radfahrenden in ihrem Verhalten überwacht. Die überwiegend als zivile Beobachtungsposten eingesetzten Polizisten verschlossen insbesondere dann nicht die Augen, wenn die Radfahrenden noch bei rotem Ampellicht in Kreuzungsbereiche einfuhren oder verkehrswidrig Gehwege nutzten. Insgesamt wurden gegen sie 850 Anzeigen gefertigt (darunter 482 x Rotlicht und 265 x Gehwegfahren).
Insgesamt zeigen die konkreten Kontrollerfahrungen und die täglichen polizeilichen Beobachtungen die Notwendigkeit auf, auch künftig hier einen Überwachungsschwerpunkt zu setzen. An vielen Kontrollorten war die Feststellung erschreckend, wie sorglos und leichtfertig Radfahrende die Fahrbahn selbst unmittelbar vor abbiegenden Lkw queren – in Anbetracht der hohen Selbstgefährdung mehr als unverständlich. Die Polizei Berlin rät deshalb eindringlich, sich an Kreuzungen und Einmündungen besonders sensibel zu verhalten, möglichst Blickkontakt zu den Abbiegenden aufzunehmen, das stark eingeschränkte Sichtfeld bei Lkw zu berücksichtigen und im Zweifelsfall lieber auf den eigenen Vorrang zu verzichten. Autofahrende sollten bereits vor dem Abbiegen aufmerksam auf den Radfahrverkehr achten und im Moment des Abbiegens bremsbereit und Rückschau halten.

Quelle: Polizei Berlin
Polizeimeldung vom 23.04.2018